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Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik

Drittmittelprojekte


1. Forschergruppe Heterogene Arbeit: Positive und normative Aspekte der Qualifikationsstruktur

Die Forschergruppe “Heterogene Arbeit: Positive und Normative Aspekte der Qualifikationsstruktur“ ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertes Forschungsprogramm, in dem seit Mai 2002 acht Forschungsprojekte aus dem Bereich Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Ökonometrie, die am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Konstanz, am Fachbereich Rechts- und Wirtschaffswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und im  Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim bearbeitet werden.

Im Rahmen der Forschergruppe wird an unserem Lehrstuhl Teilprojekt 4, „Regulierung von Beschäftigungsverhältnissen, Qualifikationsstruktur und Arbeitsmarktergebnis“ bearbeitet. Herr Stähler wird über dieses Projekt drittmittelfinanziert.

In dem Teilprojekt wird analysiert, wie sich die Qualifikation der Beschäftigten auf die Arbeitsmarkteffekte von Beschäftigungsregulierungen auswirkt und welche Wirkungen von der Veränderung der Qualifikationsstruktur ausgehen. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, welche Beschäftigungsregulierungen einzel- oder tarifvertraglich oder im politischen Prozess durchgesetzt werden können. Damit trägt das Teilprojekt zur Analyse der Konsequenzen bei, die sich aus der Verschiebung der Qualifikationsstruktur für die institutionelle Ausgestaltung von Arbeitsmärkten ergeben.

Die erste Bewilligungsphase für die Forschergruppe läuft im Herbst 2005 aus. Zurzeit wird der Fortsetzungsantrag vorbereitet.

zur Homepage der Forschergruppe    

Link zum Projekt "Regulierung von Beschäftigungsverhältnissen, Qualifikationsstruktur und Arbeitsmarktergebnis"

2. Tatsächliche Flexibilität: Arbeitsmarktregulierungen und ihre Umgehung

 

Arbeitsmärkte können nicht nur durch die Abschaffung von Vorschriften flexibler gestaltet werden, sondern auch durch Veränderungen der Reichweite von Regulierungen und des Umfangs ihrer Durchsetzung. Aus ökonomischer Sicht können umfassende, aber weniger strikte oder umgehbare Vorschriften dasselbe Maß an Flexibilität beinhalten wie strikte, aber mit Ausnahmetatbeständen versehene Regeln.

In diesem Forschungsprojekt werden für Sozialversicherungsabgaben die Konsequenzen für die Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes, die aus der Möglichkeit der Umgehung dieser Zahlungen resultieren, modelltheoretisch untersucht.

In einem ersten Schritt werden die Effekte der Hinterziehung von Sozialversicherungsabgaben bei isolierter Betrachtung der Angebots- beziehungsweise Nachfrageseite analysiert und mit den bisherigen Ergebnissen der Steuerhinterziehungsliteratur verglichen. In einem zweiten Schritt sollen anhand verschiedener Arbeitsmarktmodelle die Beschäftigungseffekte, resultierend aus dem Hinterziehungskalkül, determiniert werden. Ziel ist eine Dekomposition des Gesamteffekts, um verschiedene Wirkungskanäle zu bestimmen und mögliche wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen abgeben zu können.

Mit dem Forschungsvorhaben soll im Rahmen der institutionenorientierten Projekte des Schwerpunktprogramms untersucht werden, welche Arbeitsmarkteffekte das tatsächliche, Ausweichreaktionen berücksichtigende Flexibilisierungspotenzial hat und mit welchen Instrumenten ein gegebenes Maß an Flexibilität optimal erreicht werden kann.    


Link zum Projekt "Flexibilisierungspotentiale bei heterogenen Arbeitsmärkten"
 
Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftspolitik, 31.10.2007
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